Was ist eigentlich Ägyptologie?

Das alte Ägypten hat von jeher die Menschen fasziniert. Im Gegensatz zu anderen Kulturen sind einzelne Denkmäler wie die Pyramiden nie von Erde überdeckt worden, sondern ragten und ragen als Zeugnisse einer vergangenen Zivilisation aus dem Wüstensand hervor. Deswegen beschäftigten sich bereits im Mittelalter die Menschen mit der Enträtselung der geheimnisvollen Schriftzeichen. Sie erhofften sich davon die Lösung von Welträtseln und die Entdeckung von ewigen Wahrheiten. Die erfolgreiche Entzifferung der Hieroglyphen auf dem Stein von Rosette durch Jean-François Champollion gilt als Geburtsstunde der wissenschaftlichen Ägyptologie. Seitdem wird die Kultur des alten Ägyptens in allen Bereichen wie Kunst, Literatur, Architektur, Religion, Wirtschaft, Geschichte, Recht, Ethik und Geistesleben erforscht. Dabei wird der Zeitraum von ca. 5000 vor Christus bis ca. 400  nach Christus berücksichtigt. Obwohl seit fast 200 Jahren wissenschaftlich geforscht und gegraben wird, gibt es immer neue Funde und Erkenntnisse. Das, und der Fakt, dass eine Fülle altägyptischen Gedankengutes in der heutigen Gesellschaft verankert ist,  macht die ungebrochene Begeisterung für diese Kultur aus.